Glossar - Kaffeewissen & Wissenswertes

Mahlgrad, Röstdauer, Wasserhärte und mehr – hier finden Sie Fakten und Infos rund um Kaffee

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  • Im Handel lässt sich ein großes Sortiment an Kaffee finden. Grund genug, sich einmal genauer anzusehen, was anschließend im Warenkorb landet – denn über den Kauf sollte nicht allein der individuelle Geschmack entscheiden. Vor allem das Anbaugebiet nimmt für die Qualität des Getränkes eine wesentliche Rolle ein. Denn auf einigen Kontinenten herrscht ein derart günstiges Klima, dass auf den Plantagen ein Kaffee von hoher Güte gedeihen kann. Nicht zuletzt die richtige Mischung aus Wärme und Feuchtigkeit dürfte eine Ernte erheblich beeinflussen. Doch das Anbaugebiet kann auch Auskunft darüber geben, ob in dem Land faire Löhne an die Landwirte gezahlt werden oder ob strenge Richtlinien zum Umweltschutz vorliegen. Es lohnt sich also, vor dem Kauf zu schauen, woher der Kaffee genau kommt und unter welchen Bedingungen er produziert wurde.
  • Die geografische Lage und Höhe, in der Kaffee angebaut wird. Diese beeinflusst maßgeblich die Qualität und den Geschmack. Arabica (siehe Glossar-Eintrag zu Arabica) wachsen in höheren Lagen und werden daher auch als Hochlandkaffees bezeichnet. Robusta hingegen wächst etwas tiefer.
  • Arabica bezeichnet eine bedeutende Kaffeepflanzenart (Coffea arabica) und ist bekannt für ihren milden, aromatischen Geschmack und geringen Koffeingehalt. Weltweit macht sie etwa 60–70 % der Kaffeeproduktion aus. Die zweite sehr wichtige Gattung ist Robusta. Robusta-Bohnen legen prinzipiell einen erdigen, schokoladigen Geschmack in den Kaffee.
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  • Ein Barista ist eine speziell ausgebildete Person, die sich auf die Zubereitung von Kaffee- und Espressospezialitäten spezialisiert hat. Der Begriff stammt aus dem Italienischen und bedeutet wörtlich „Barkeeper“, wird international aber fast ausschließlich im Zusammenhang mit Kaffee verwendet. Ein Barista bedient nicht dabei nicht nur Espressomaschinen, sondern kennt sich auch mit Kaffeebohnen, Mahlgraden, Brühtemperaturen und Milchschaumtechniken aus. Bei BEVERO haben wir mehrere Baristi für unseren Kaffeeservice auf Messen im Einsatz.
  • Ein Blend bezeichnet eine Mischung aus verschiedenen Kaffeesorten bzw. -herkünften. Blends werden erstellt, um ein ausgewogenes oder besonderes Geschmacksprofil zu erzielen. Beliebte Kaffeeblends in Deutschland sind z. B. Mischungen aus 70 % Arabica und 30 % Robusta (wie z. B. unser punero Scarletta). In der Rösterei gibt es die Tätigkeit des "blendens". Darunter versteht man die Tätigkeit, Kaffeemischungen zu kreieren und zusammenzustellen. Blenden ist ein extrem wichtiger Schritt für die spätere Qualität des Kaffees.
  • Der Druck (gemessen in Bar), mit dem das Wasser beim Brühen durch das Kaffeemehl gepresst wird. Bei Espresso sind etwa 9 Bar optimal. Der Brühdruck in Kaffeemaschinen wird durch Pumpen erzeugt. Hier unterscheidet man Vibrations- und Rotationspumpen. Viele Kaffeevollautomaten arbeiten mit Vibrationspumpen, wohingegen Siebträger häufig auf Rotationspumpen setzen.
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  • Der Verbrauch von Strom und Wasser belastet nicht allein die Umwelt, sondern auch die Haushaltskasse – gerade bei häufig verwendeten Kaffeemaschinen kann sich daraus ein teures Problem ergeben. Viele Geräte bieten daher mittlerweile den sogenannten Eco-Modus an. Mit ihm wird ein ökologisch sinnvolles und somit umweltfreundliches Zubereiten des Kaffees gewährleistet: Für das Erhitzen des Wassers nutzen die Maschinen eine vergleichsweise geringe Menge an Energie. Das geht zwar anfangs zulasten der Geschwindigkeit, da im Eco-Modus das Kochen des Kaffees etwa ein bis zwei Minuten länger dauert als üblich. Auf diese Weise lässt sich aber die Nebenkostenrechnung ebenso wie die Schädigung der Umwelt erheblich reduzieren.
  • Wird die Kaffeemaschine an die Wasserleitung angeschlossen (Festwasseranschluss), wird zur Regulierung der Wasserqualität in der Regel ein Wasserfilter vor die Maschine geschaltet. Bitte beachten Sie bei einem Angebot über eine Maschine mit Festwasseranschluss, ob hier die notwendige Filtertechnik mitkalkuliert wurde.
  • Da die Kaffeemaschine mit Wasser arbeitet, kann sich in den unterschiedlichen Bereichen des Gerätes Kalk ablagern. Die chemische Verbindung – korrekt als Calciumcarbonat bezeichnet – trübt leider den Geschmack des Kaffees und bildet einen idealen Nährboden für Bakterien. Mehr noch: Verkalkte Maschinen haben häufig Probleme, das Wasser zum Kochen zu bringen. Für das Erreichen der benötigten Temperaturen muss daher eine besonders hohe Menge an Strom eingesetzt werden. Zumal die Verkalkung auch zu Defekten führen kann. Ratsam ist es somit, das Gerät je nach Häufigkeit des Gebrauchs etwa einmal in der Woche bis einmal im Monat zu entkalken.
  • Als Entkoffeinierung bezeichnet man den Prozess, mithilfe dessen den Kaffeebohnen das Koffein bis auf einen minimalen Restwert entzogen wird. Das Verfahren wird bereits vor der Röstung angewendet. Die Kaffeebohnen quellen unter der Einwirkung von heißem Dampf auf. Nun kommt ein Lösungsmittel zum Einsatz, das das Koffein aus den Bohnen löst. Dieser Prozess muss mehrfach wiederholt werden, da in jedem Durchlauf nur ein Teil des Koffeins extrahiert werden kann. Dabei werden auch Teile der Aromastoffe mit gelöst, sodass ein Geschmacksverlust auftreten kann. Mittlerweile werden bereits koffeinlose Arabica Varianten erprobt, eventuell kann also in der Zukunft auf das aufwendige chemische Verfahren der Entkoffeinierung verzichtet werden.
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  • Die Fermentierung der Kaffeebohnen ist Teil der sog. nassen Aufbereitung. Die Kaffeebohnen werden nach der Ernte verlesen und nach Größe sortiert. Danach wird das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen grob entfernt. Im Anschluss daran erfolgt die Fermentierung, die von den Resten des Fruchtfleisches begünstigt wird. Durch die Feuchte des Fruchtfleisches wird eine natürliche Gärung begonnen, die nicht nur außerhalb, sondern auch in den Bohnen abläuft und die Geschmackseigenschaften des Kaffees entscheidend mit bestimmt. Die Fermentierung findet heute unter Wasser in großen Tanks statt, da sie dort gleichmäßiger und besser zu kontrollieren ist. Dabei darf die Fermentierung aber nicht zu lange anhalten, da sie sich sonst wieder negativ auf den Geschmack der Bohnen auswirkt. Es ist viel Erfahrung nötig, um den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, an dem die Bohnen aus der Gärung genommen und zum nächsten Verarbeitungsschritt, dem Waschen, gegeben werden, bevor sie getrocknet und verpackt werden können.
  • Die Maschine wird an die Wasserleitung angeschlossen. In der Regel ist hierbei die Zwischenschaltung eines Wasserfilters erforderlich. Die Installation erfolgt ab bauseits vorhandenem Strom oder Wasseranschluss.
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  • Unter Grading versteht man die Beurteilung von Rohkaffee und die Einteilung in Güteklassen. Das Grading ist der letzte Teil der Kaffeeaufbereitung im Ursprungsland. Nach dem Schälen, bei dem das Pergamenthäutchen entfernt wird, und direkt vor der Verpackung in Säcke wird der Rohkaffee begutachtet. Die Beurteilung erfolgt nach Größe der Kaffeebohnen, nach Höhe der Anbaugebiete und nach Qualität. Die Qualität wird anhand der Menge der Fehlbohnen pro 300 Gramm Rohkaffee bestimmt. In der höchsten Qualitätsstufe dürfen dabei nicht mehr als 5 Fehlbohnen enthalten sein. Je nach Region findet auch die Dichte der Bohnen Eingang in das Grading. Je höher das Anbaugebiet und je größer die Bohne, desto höher ist auch die Qualität des Rohkaffees.
  • Ein Gütesiegel für Kaffee besagt, dass die Bedingungen, die das Siegel vorschreibt, regelmäßig kontrolliert werden. Bei Verstoß dagegen wird das Siegel aberkannt. Das bekannteste Gütesiegel für Kaffee ist das staatliche sechseckige Bio-Siegel. Hier wird garantiert, dass 95% des Kaffees aus biologischem Anbau stammt und synthetische Pflanzenschutzmittel verboten sind. Der Anbau muss außerdem nach der EG-Öko-Verordnung erfolgen. Das verbreitete Fairtrade Gütesiegel steht für eine faire Bezahlung der Kaffeebauern, die damit 1,25 $ pro Kilo Arabica Kaffeebohnen erhalten. Weniger verbreitet ist das Siegel der amerikanischen Rainforest Alliance. Sie unterstützt Kaffeebauern beim Vermarkten ihrer Ernte und setzt sich für den Erhalt von Ökosystemen ein.
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  • Kaffee verliert schnell an Aroma. Daher sollte geöffneter Pulverkaffee innerhalb von zwei Wochen aufgebraucht werden. Generell ist es wichtig, Kaffee in einem lichtundurchlässigen Behältnis aufzubewahren, das idealerweise zusätzlich luftdicht verschlossen werden kann. So wird der Aromaverlust während der Lagerung minimiert. Geschlossene Päckchen können bis zu 18 Monate aufbewahrt werden. Auch ungemahlene Kaffeebohnen sind bis zu 18 Monate ohne allzu starken Aromaverlust haltbar, wenn die Packung unangebrochen ist. Geöffnete Päckchen Kaffeebohnen sollten in 6 bis 8 Wochen aufgebraucht werden, um größeren Aromaverlust vorzubeugen. Lagerung in der Tiefkühltruhe verlängert die Haltbarkeit stark, es sollte aber für eine feuchtigkeitsdichte Verpackung gesorgt werden.
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  • Die Kaffeebohne ist der Samen der Kaffeepflanze. Im Inneren der Frucht, der sog. Kaffeekirsche, befinden sich immer zwei Samen, die mit der flachen Seite aneinander liegen. Die Kaffeekirschen werden reif geerntet, anschließend wird das Fruchtfleisch entfernt und die Bohnen mit dem darum befindlichen Pergamenthäutchen als sog. Pergamentkaffee eingelagert. Erst kurz vor der Verschiffung wird das Pergamenthäutchen der Kaffeebohne mechanisch entfernt. Diesen Zustand bezeichnet man als Rohkaffee oder Grünkaffee. Im Zielland schließlich werden die Kaffeebohnen geröstet und können nun gemahlen oder ungemahlen in den Handel gegeben werden.
  • Kaffeeweißer dient, genauso wie Topping, als Frischmilchersatz. Das Einsatzspektrum beider Produkte ist gleich, jedoch hat Topping in der Regel einen höheren Eiweiß- und Fettgehalt.
  • Chemisch betrachtet ist Koffein ein Alkaloid aus der Stoffgruppe der Xanthine. Für viele Menschen ist es der wichtigste Inhaltsstoff im Kaffee. Zugleich ist Koffein auch dessen Hauptwirkstoff. In gerösteten Kaffeebohnen ist etwa 1,3% bis 2% Koffein enthalten. Der Wirkstoff im Tee ist ebenfalls Koffein, auch wenn er häufig als Teein bezeichnet wird. Das Koffein im Kaffee wird im Magen gelöst und wirkt daher sehr schnell, das im Tee enthaltene Koffein gelangt dagegen erst über den Darm ins Blut, es wirkt daher langsamer, aber auch langanhaltender. Koffein regt das Zentralnervensystem an und steigert die Herzfrequenz. Zusätzlich erweitert es die Bronchien und regt die Verdauung an. Subjektiv wird so die Konzentrationskraft erhöht und das individuelle Gefühl der Wachheit verstärkt.
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  • Der Mahlgrad von Kaffeepulver gibt an, wie fein oder grob die Bohnen gemahlen werden. In der Regel kann er direkt an der Kaffeemühle stufenlos eingestellt werden. Jedoch ist nicht jeder Mahlgrad für jeden Kaffee oder jede Maschine geeignet. Grob gemahlener Kaffee wird für sog. Türkischen Kaffee verwendet, der direkt in der Tasse aufgebrüht wird, ebenso für die Press-Stempelkanne. Handelsübliche Kaffeemaschinen für Filterkaffee verwenden ebenso relativ grob gemahlenes Kaffeepulver. Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen benötigen dagegen sehr fein gemahlenes Kaffeepulver, da der Kaffee hier nicht durch die Verweildauer im heißen Wasser das Aroma entfaltet, sondern durch den Druck, mit dem das Wasser durch das feine Pulver gepresst wird. Je feiner der Mahlgrad, desto mehr Aroma kann bei der Espresso-Methode extrahiert werden.
  • Das Mieten einer Kaffeemaschine kann in vielen Fällen die bessere Option sein – vor allem für Unternehmen, Büros oder Gastronomiebetriebe. Hier sind die wichtigsten Vorteile: 1.) Geringe Anfangsinvestition: schont Ihre Liquidität 2.) Service & Wartung inklusive: technischer Service, Reparaturen und Wartung sind im Mietpreis bei BEVERO inkludiert. 3.) Flexible Vertragslaufzeiten: flexible Mietzeiten passen sich Ihren Bedarf an. 4.) Immer auf den neuesten Stand: Gemietete Maschinen lassen sich austauschen oder upgraden. 5.) Klar kalkuliertes Budget: Fixe monatliche Mieten sorgen für eine bessere Planbarkeit, bessere Verfügbarkeiten und eine klare Kalkulation.
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  • Die Natural oder trockene Aufbereitung ist die älteste Methode zur Entfernung des Fruchtfleisches der Kaffeekirschen. Dabei werden die Früchte nach der Auslese und der Säuberung im Schwemmkanal auf großen Flächen in der Sonne getrocknet. Dieser Prozess kann bis zu vier Wochen dauern, und die Kaffeekirschen müssen dabei regelmäßig gewendet werden. Bei zu geringer oder zu langsamer Trocknung droht Schimmel oder Pilzbefall, bei einer zu starken Trocknung wiederum können die Bohnen bei der Weiterverarbeitung zerbrechen. Bei dieser Methode gelangt über den Trocknungsprozess ein Teil des Zuckers aus dem Fruchtfleisch in die Bohne, dies hat ein leicht süßliches Aroma zur Folge. Nach der Trocknung wird im Walzwerk das getrocknete Fruchtfleisch entfernt und der Pergamentkaffee freigelegt.
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  • Die Padmaschinen gehören zu der Gruppe der Portionskaffeemaschinen, der auch die Kapselmaschinen zuzurechnen sind. Das System zeichnet sich durch die einfache Portionierung und Zubereitung von Kaffee aus. Der Kaffee wird vorportioniert in kleinen Papierfiltertüten, den sogenannten Pads, geliefert. Diese werden einfach in die spezielle Padmaschine eingelegt, und nach kurzer Aufheizzeit wird auf Knopfdruck das Wasser aus dem Tank der Maschine durch das Pad gepresst. Dabei wird durch den nur kurzen Kontakt von Wasser und Kaffeepulver ein milder Geschmack ohne Übersäuerung erreicht. Für eine echte Crema ist der Druck der Padmaschinen nicht ausreichend, daher wird mithilfe einer kleinen Schaumkammer etwas Kaffee aufgeschäumt, sodass er optisch einer Crema gleicht. Der Vorteil der Padmaschinen gegenüber den Kapselmaschinen besteht in der Kompostierbarkeit der Pads, also dem vergleichsweise geringen Abfallaufkommen.
  • Die Press-Stempelkanne besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist ein Glaskolben, in den das Kaffeepulver eingefüllt und dann mit heißem Wasser übergossen wird. Der zweite Teil ist der sogenannte Stempel, ein feines Sieb, das an einem Metallstiel angebracht ist. Mithilfe dieses Stiels wird nach drei bis vier Minuten das Sieb langsam im Kolben nach unten gedrückt. Das Sieb schließt an den Kolbenrändern bündig ab und drückt den Kaffeesatz komplett an den Boden der Kanne. Der fertige Kaffee kann dann einfach in die Tassen gegeben werden und der Satz bleibt in der Kanne zurück. Diese Aufbrühmethode ergibt einen aromatisch kräftigen Kaffee. Für eine Press-Stempelkanne ist ein grober Mahlgrad des Pulvers empfehlenswert, da es sich leichter verteilt und einfacher gepresst werden kann.
  • PressoBean ist eine Bezeichnung bei Automaten aus dem Hause Servomat Steigler und bedeutet, dass der Automat mit ganzen Bohnen arbeitet.
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  • Die Röstdauer der Kaffeebohnen bestimmt gemeinsam mit der Temperatur die Entwicklung der Aromen im gerösteten Kaffee. Am Anfang des Röstvorgangs bilden sich Fruchtsäuren in der Kaffeebohne, die im Laufe der Röstung schrittweise wieder abgebaut werden. Je länger eine Röstdauer ist, umso geringer ist also der Säureanteil in der fertig gerösteten Bohne, und umso verträglicher ist auch der Kaffee. Es trifft nicht zu, dass die Röstdauer den Koffeingehalt beeinflusst, dieser ist allein abhängig von der Kaffeesorte. Allein das Aroma ist von der Röstdauer abhängig. Die Bestimmung der Röstdauer wird vom Röstmeister individuell festgelegt. Sie kann bei einer Espressoröstung bis zu 30 Minuten betragen. Industriell verarbeiteter Kaffee ist dank vollautomatischer Röstung teilweise schon nach zwei Minuten fertig geröstet.
  • Als Röstgrad bezeichnet man die Stärke der Röstung, der eine Charge Kaffeebohnen ausgesetzt wurde. Der Röstgrad ist von der Dauer und der Temperatur der Röstung abhängig. Es bedarf eines erfahrenen Röstmeisters, um den geeigneten Röstgrad für eine Kaffeecharge zu ermitteln, da nicht jede Kaffeesorte für jeden Röstgrad geeignet ist. Eine helle Röstung wird dabei als Zimt-Röstung bezeichnet, eine mittlere als amerikanische oder Frühstücksröstung. Ein starker Röstgrad heißt Wiener Röstung und ein doppelter Röstgrad wird französische Röstung genannt. Italienische oder Espresso-Röstung ist eine schonende Dauerröstung. Die kräftigste ist die spanische, auch Torrefacto Röstung genannt. In den USA werden sogar bis zu zehn verschiedene Röstgrade unterschieden.
  • Kaffeebohnen erreichen Europa in der Regel gewaschen, aber ungeröstet, als sog. Grünkaffee. Die Röstung findet dabei sortenspezifisch beim jeweiligen Kaffeeröster statt. Man unterscheidet mehrere Arten der Kaffeeröstung, so die Fließbettröstung oder die traditionelle Trommelröstung. Industriell hergestellter Kaffee wird dabei meist im Fließbettverfahren geröstet, bei dem mit extrem heißer Luft große Mengen gleichzeitig geröstet werden können. Moderne Verfahren setzen mittlerweile auch auf Laser zur Röstung des Grünkaffees. In der traditionellen Variante, der Trommelröstung, wird der Kaffee in kleinen Chargen in einer beheizten Trommel geröstet. Dies hat den Vorteil, dass der erfahrene Röstmeister für jede Charge einzeln den idealen Röstgrad und die Röstdauer bestimmen kann. Das Trommelröstverfahren wird bei edlen Kaffeesorten angewendet, die sich an Genießer richten.
  • Als Rohkaffee bezeichnet man ungerösteten Kaffee. Er wird auch Grünkaffee genannt. Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen verlesen, nach Größe sortiert und geschält. Dann werden bei der nassen Aufbereitung durch Fermentierung das restliche Fruchtfleisch und die Pergamenthaut freigelegt. Bei der trockenen Aufbereitung, die für Bohnen minderer Qualität verwendet wird, werden diese durch Trocknung in der Sonne vom Fruchtfleisch befreit. Bei beiden Verfahren liegt nach der Trocknung der sog. Pergamentkaffee vor. Erst direkt vor der Verpackung für den Export wird die dünne Pergamenthaut entfernt und der eigentliche Rohkaffee kommt zum Vorschein. Dieser wird nun in Säcke oder Container verpackt und zur Röstung in das Zielland versendet.
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  • Schonkaffee ist ein besonders säurearmer Kaffee. Dabei darf dieser nicht mit entkoffeiniertem Kaffee verwechselt werden. Die Kaffeebohnen werden vor der Röstung einem speziellen Verfahren unterzogen, das mit hohem Druck und heißem Wasserdampf ihnen einen Teil der Säure entzieht. Die Aromastoffe bleiben vollständig in den Kaffeebohnen erhalten.
  • Schümli Kaffee ist eine spezielle Röstung aus der Schweizer Tradition. Hierbei wird der Espresso heller geröstet als sonst üblich. Bei der Zubereitung werden die Bohnen dann etwas grober gemahlen als bei dunkel geröstetem Espresso. Ziel der Schümli Röstung ist es, schnelle Durchlaufzeiten bzw. eine größere Wassermenge zu ermöglichen, ohne dass der Kaffee übersäuert oder bitter schmeckt. Damit wird es möglich, mithilfe einer Espressomaschine eine einfache Tasse Kaffee zu brühen, die nicht so kräftig ausfällt wie ein Espresso, sondern eher dem typischen Filterkaffee gleicht. Schümli Kaffee wird auch als Kolbenkaffee bezeichnet, da das Wasser in den Original Espressomaschinen mittels Kolbendruck durch das Kaffeepulver gepresst wird. Obwohl Schümli als Schweizer Spezialität gilt, wird dort eher der Begriff Café Crème verwendet.
  • Im Gegensatz zu Kapselautomaten und anderen Kaffeemaschinen wird beim Siebträger das fast bis auf den Siedepunkt erhitzte Wasser mit hohem Druck durch das Pulver gepresst. Diese Form der Zubereitung gilt als besonders bekömmlich, weil in dem Verfahren nur wenige Bitterstoffe aus dem gemahlenen Kaffee gelöst werden – die enthaltenen Aromen können sich folglich besser entfalten. Das Ergebnis kann sich sehen und schmecken lassen: Der kräftige Farbton in der Tasse deutet auf einen vollmundigen und cremigen Kaffee, der den wahren Charakter der Bohne unterstreicht. Ein weiterer Vorteil der Siebträger liegt in ihrer umweltfreundlichen Aufbereitung des Kaffees, immerhin werden hier keine Kapseln benötigt, die eine hohe Menge an Kunststoff hinterlassen.
  • SpeedMix ist eine Bezeichnung bei Automaten aus dem Hause Servomat Steigler und bedeutet, dass dieser mit Instantkaffee arbeitet.
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  • Ein Table Top Automat ist ein Kaffeeautomat, der durch seine kompakten Abmessungen gut auf einem Tisch Platz findet. Daher wird dieser Automatentyp als Table Top bezeichnet.
  • Maschinen mit integriertem Wassertank kommen in der Regel dort zum Einsatz, wo hohe Mobilität gefordert bzw. ein Festwasseranschluss technisch nicht umsetzbar ist.
  • Die Glaskanne gilt seit vielen Jahrzehnten als wichtiges Zubehör der Kaffeemaschine. Ihr Nachteil liegt indes nicht allein in ihrem leicht zerbrechlichen Material. Vielmehr führt das Glas zu einem schnellen Abkühlen des Kaffees. Einige Maschinen wollen diesem Effekt entgegenwirken, indem bei ihnen die Kanne auf eine metallene Warmhalteplatte gestellt wird. Zwar kann auf diese Weise die hohe Temperatur des Getränkes bewahrt werden – die Technologie vergeudet allerdings viel Strom. Besser ist es dagegen, statt der Glas- eine Thermoskanne zu nutzen. Hier sind es die verbauten Kunststoffe und Metalle, die ein Auskühlen des Kaffees verhindern – und die so dafür sorgen, dass das morgens gekochte Getränk auch nach vielen Stunden noch optimal gewärmt genossen werden kann.
  • Als Topping bezeichnet man Instantmilchpulver, welches als Frischmilchersatz Anwendung findet. Im Gegensatz zu Kaffeeweißer hat es in der Regel einen höheren Fett- und Eiweißanteil.
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  • In jenem Wasser, das für die Zubereitung des Kaffees verwendet wird, befinden sich häufig unterschiedliche Keime und Bakterien. Sie sind mit dem bloßen Auge nicht sichtbar und führen kaum zu einem veränderten Geschmack oder einem auffälligen Geruch. Dennoch können sie akute Beeinträchtigungen der Gesundheit und des Wohlbefindens auslösen. Zumeist kommt es in solchen Fällen zu Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Zur Vermeidung solcher Gefahren verfügen immer mehr Kaffeemaschinen über die UV-Technologie. Bei ihr wird ultraviolette Strahlung innerhalb eines im Gerät befindlichen Filters eingesetzt, um alle Mikroorganismen und sonstigen Fremdstoffe im Wasser unschädlich zu machen.
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  • Unter einem Kaffeevollautomaten versteht man eine Kaffeemaschine, die die Zubereitung verschiedener Kaffeespezialitäten auf einfachen Knopfdruck völlig selbstständig übernimmt. Ein Vollautomat benötigt daher einen festen Wasseranschluss. Ebenso müssen ein Vorratsbehälter für Kaffeebohnen und ein Auffangbehälter für Kaffeesatz vorhanden sein. Ein moderner Vollautomat arbeitet ohne tägliche Wartung, lediglich für Nachschub an Kaffeebohnen und für die Leerung des Satzbehälters muss regelmäßig gesorgt werden. Manche Vollautomaten besitzen eine Milchschaumdüse, mithilfe derer der für Spezialitäten wie Cappuccino benötigte Milchschaum manuell hergestellt werden kann. Aufwendigere Modelle sind mit einem sog. Cappuccinatore ausgestattet, der automatisch Milch ansaugt und aufschäumt. Ein Vollautomat bereitet den Kaffee nach der Espresso Methode zu, d. h. das Wasser wird mit Druck durch das von der Maschine fein gemahlene Kaffeepulver gepresst. Damit wird verhindert, dass der Kaffee durch zu langen Kontakt mit dem Pulver bitter wird. Nur mit der Espresso Methode kann auch die für einen qualitativ hohen Kaffee ausschlaggebende Crema erreicht werden.
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  • Der Härtegrad des Wassers ist ein entscheidender Faktor für die Qualität des Wassers. Dieser muss zum verwendeten Produkt passen und ggf. durch Filterung angepasst werden.
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Bevero Banderole